Das Frühstücks- und Vortragsteam legte im Februar einen sportlichen Marathon hin
Viermal in zwei Tagen hielt Daniel Hüsing den Vortrag zur Döllmann-Chronik
Ein außergewöhnliches Buch stand im Mittelpunkt eines Vortrags, zu dem der Heimatverein Kloster Oesede einlud: die sogenannte Döllmann-Chronik. Was auf den ersten Blick wie ein schwerer, etwas unordentlicher Foliant wirkt, entpuppt sich als lebendiger Erinnerungsspeicher eines Dorfes.
Die Chronik geht auf den Lehrer und Rektor Clemens Döllmann zurück, der sich selbst bescheiden als „Schreiber“ verstand. Er sammelte über viele Jahre hinweg Erzählungen, Aufzeichnungen und Dokumente aus Kloster Oesede so, wie Geschichte im Dorf entsteht: in der Gastwirtschaft. Gerade diese Offenheit macht den besonderen Reiz des Werkes aus.
Der Vortrag näherte sich der Chronik erzählerisch und mit Augenzwinkern. Anhand ausgewählter Beispiele wurde deutlich, wie das frühere Dorfbild aussah, welche Bräuche Hochzeiten prägten, wie tiefgreifend die Bauernbefreiung das Leben veränderte und welche kleinen Anekdoten den Alltag bestimmten. Zugleich wurde auch thematisiert, was die Chronik nicht erzählt – und was dennoch zwischen den Zeilen mitschwingt.
Der Vortrag richtete sich an alle, die sich für die Geschichte Kloster Oesedes interessieren – ganz gleich, ob sie selbst Erinnerungen beitragen können oder das Dorf neu entdecken möchten. Bei allen vier Vorträgen stellten die Gäste völlig unterschiedliche sachliche Fragen und immer kamen aus dem Publikum auch eigene Erzählungen und Erinnerungen.
Der Heimatverein dankt Daniel Hüsing für den lebhaften Vortrag und allen Gästen für die rege Beteiligung.